Das Lebensgefühl

Warum machst du das eigentlich?

Tja, das ist wohl die am häufigsten gestellte Frage, wenn ich von meinem Hobby erzähle. Ich kann immer nur mit dem gleichen Satz antworten: Es ist das tolle Gefühl, wenn sich das Denken abschaltet und nur noch der Körper arbeitet.

Laufen wird dann zu einem Gefühl endloser Freiheit. Während meine Beine irgendwann wie automatisch laufen, macht sich mein Kopf frei vom Alltagsballast und ist so fokussiert, wie sonst bei keiner anderen Tätigkeit. Dieses Gefühl (wir Läufer sprechen auch vom „Runner’s High“) ist der Grund, warum ich jeden Tag meine Sportschuhe anziehe.

Das berichten die dabei waren:

 

New-York-Marathon

Ein großartiges Erlebnis. Nirgendwo sonst ist ein Sportereignis so in die Stadtlandschaft eingebettet, dass jeder Meter dieser Anstrengung ein Seh-Genuss wird. Schon der Start über die Verrazano-Narrows-Bridge hat mich so aufgeladen, dass alles andere in den Hintergrund trat. Dann durch Brooklyn, Queens, die Bronx und schließlich Manhattan zum Zieleinlauf im Central Park. Das werde ich nie vergessen. Natürlich kann man sich das kaum jedes Jahr leisten.

 

Berlin-Marathon

Eine kleinere Reise für mich, doch auch hier kam ich voll auf meine Kosten. Ich kam einige Tage vor dem Start in die Hauptstadt, um mir Sehenswürdigkeiten anzuschauen und mich vorzubereiten. In einer Stadt mit so viel Verkehr ist der Sauerstoffhaushalt einfach ganz anders, deshalb verbrachte ich einige Abende im Tiergarten, dem großen Park in der Nähe des Deutschen Bundestages. Das war schon eine gute Vorbereitung, während der Lauf selbst dann doch noch richtig hart wurde. Aber man läuft durch ein interessantes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte. Dazu habe ich mir vorher zwar einen Stadtführer durchgelesen, doch im Laufrausch dann doch einiges verpasst.